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Klettern auf Teneriffa bis 6a+

Klettern auf Teneriffa verbindet leichte Erreichbarkeit, gutes Wetter und lecker Essen mit wunderbarer Kletterei in grandioser Landschaft. Teneriffa galt lange als Schwerklettergebiet, doch mittlerweile finden sich für einen Urlaub ausreichend lohnenswerte Routen für Kletterer bis 6a+. Die Verbindung von ganzjährig angenehmem Klima, tollen Restaurants und Baden macht Teneriffa zu einem meiner Lieblings-Kletterziele.

Das Klettern auf Teneriffa entwickelt sich ständig weiter und es kommen immer mehr schöne Routen dazu. Manchmal sind es neue Gebiete und manchmal Nacherschließungen. Auch verändert sich mein Klettern und ich lerne immer weitere Klettergebiete kennen.

Das nehme ich zum Anlass, diesen Beitrag komplett zu überarbeiten und dabei neu zu strukturieren.

Es bleibt dabei, der Fokus liegt auf Klettern auf Teneriffa im Schwierigkeitsbereich bis 6a+. Ich stelle Klettergebiete vor und gebe eine persönliche Einschätzung über den Attraktivitätsfaktor. Dabei gehe ich auf die Routensituation bis 6a+ ein und schreibe auch etwas über die Parkplatzsituation und ob der Zustieg Überraschungen mit sich bringt.

Doch als erstes der Blick auf auf die wichtigste Frage:

Klettern auf Teneriffa bis 6a+ - ist das möglich?

Auch wenn mir Teneriffa als Kletterurlaubsziel gefällt, ist die Antwort ist ein klares JEIN.

JA, denn es gibt ganz klar ein Angebot und damit Auswahl in diesem Schwierigkeitsbereich – sowohl Sportkletter- als auch Tradclimbingrouten.

NEIN, denn diese Auswahl bezieht sich vor allem auf Routen in den Graden 5c – 6a+, darunter ist kaum etwas zu finden. Konkret bedeutet das, du musst sicher 6a+ vorsteigen können oder zumindest eine Person aus deiner Seilschaft bzw. Klettergruppe. Und du musst bereit sein, dich in einer 5c warm zu klettern.Spanien Teneriffa Klettergebiet Tamadaya Blume

Die Bewertungen auf Teneriffa sind eher anspruchsvoll, nicht zu vergleichen mit Kalymnos oder anderen touristischen Kletterzielen. Dazu kommt, dass die lokalen Kletterer gerne Routen nach einigen Jahren abwerten, da diese durch vielen Wiederholungen für sie eingängiger sind und sich leichter anfühlen.

Bei einer Onsight-Begehung haben sich die Bewegungen noch nicht eingeschliefen, damit fühlt sich das anders an.

Viele Klettergebiete liegen in Barrancos, das sind mittlerweile trockene Flussläufe. Diese zeichnen sich durch interessante Einstiege aus, denn das Wasser hat die unteren Felsmeter in in 100, 1.000, 10.000 oder was weiß ich wie viel Jahren liebevoll rund geschliffen.

Das führt dazu, dass die Schlüsselstelle häufig der Einstieg ist. Ganz anders als in Südfrankreich, wo sich nach meiner Erfahrung die Schlüsselstelle immer zwischen dem letzten Haken und dem Umlenker versteckt.

Doch wenn diese Rahmenbedingungen für dich passen, dann ist Teneriffa wirklich ein tolles Kletterziel. Die Verbindung aus schöner Kletterei in oft verwunschenem Umfeld in Verbindung mit einer tollen Atmosphäre ist großartig. Baden im Anschluss ist sicherlich ein echtes Plus und wer die kanarische Küche mag …

… ich glaube, ich muss gar nichts weiter dazu sagen.

Klettern auf Teneriffa bis 6a+ - ein Überblick

Die Anreise nach Teneriffa erfolgt in der Regel mit dem Flugzeug, effizientes und gewichtsoptimiertes Packen ist obligatorisch. Wir klettern immer mit einem 70 Meter Seil, einfach weil es unser Felsseil ist. Für die meisten Routen reicht vermutlich ein 60 Meter Seil. 12 Exen sind auch in den längeren Routen ausreichend.

Wenn ihr nicht plant, Tradrouten zu klettern, dann können Keile und Friends getrost in der Heimat bleiben. Die eingerichteten Sportkletterrouten sind ausreichend abgesichert.

Falls ihr etwas vergessen habt oder Nachschub braucht, könnt ihr zum roxtore, dem Klettershop in Arico, fahren. Dort gibt es alles, was das Klettererherz begehrt.Spanien Teneriffa Kletterführer

Es lohnt sich, zu Hause bereits den Kletterführer, „Tenerife Escalada deportiva“ zu besorgen, um die Vorfreude zu erhöhen. Ihm habe ich die meisten Infos entnommen, im Bedarfsfall habe ich ein andere Quelle angegeben.

Den Kletterführer könnt ihr ebenfalls im roxtore in Arico bekommen. Sollte er ausverkauft sein, dann fragt dort an, ob ihr ein Leihexemplar bekommen könnt.

Der roxtore unterstützt die lokalen Erschließer mit Haken. Im Laden steht eine Bolt-Fund-Box, außerdem werden für jedes verkaufte T-Shirts Haken gespendet. Ich finde, schon das ist ein guter Grund hier vorbeizuschauen.

Auf Teneriffa befinden sich die meisten Klettergebiete auf der Südseite der Insel, von daher bietet es sich an, sich im Süden eine Unterkunft zu suchen. Ein Mietwagen ist für die Anreise zu den meisten Felsen obligatorisch.

Arico und El Rio sind die großen und “alten” Klettergebiete für die Teneriffa als Kletterziel ursprünglich bekannt wurde. Die Canada del Capricho, das älteste Klettergebiet der Insel, liegen zum Fuße des Teides und versprühen ihren ganz eigenen Charme.

Daneben gibt es viele kleinere Gebiete, die unbedingt lohnenswert für einen Besuch sind.Es finden sich immer noch deutlich mehr Routen, die schwerer als 6a+ sind als leichtere Routen auf der Insel.

In diesem Beitrag stelle ich euch die GebieteSpanien Teneriffa auf einer Karte klein

1 Tamadaya

2 Fantasma

3 Planeta Zarza

4 La Martela

5 Canada del Capricho

6 Las Barbas de San Pedro

7 Callao

8 Guasegre Medio

9 El Poris

vor.

Zu guter Letzt sage ich noch etwas zu Klettergebieten, die nach der Papierlage interessant aussehen, doch mich nicht ansprechen. Natürlich führe ich aus, warum das so ist, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Klettern auf Teneriffa - Tamadaya

Für Einsteiger in das Klettern auf Teneriffa bietet sich Tamadaya an. Viele gut eingerichtete Routen bis max. 6b+ in einer gemütlichen Schlucht. Das ist bekannt und damit bist du hier vermutlich nie allein.

Tamadaya - Routensituation

Das Gebiet bietet eine hohe Dichte an Routen in unteren und mittleren Graden – die schwerste ist eine 6b+. In den knapp 50 bis ca. 30 Meter langen Routen lassen sich problemlos mehrere erfüllte Klettertage verbringen.Spanien Teneriffa Klettern Tamadaya Achim in Paquita Style

Eine gut gesicherte 4c hat es mir hier besonders angetan. Die TCH,  die leichteste Sportkletteroute in Tamadaya, ist oft besetzt. Trotzdem versuche ich in jedem Kletterurlaub auf Teneriffa, die TCH als erste Routen zu klettern. Von oben hast du einen tollen Ausblick und ich finde sie so schön, dass ich ihr einen eigenen Beitrag gewidmet habe.

Die Beliebtheit der Route zeigt sich auch am Abseilring, der ist schon sichtlich genutzt.

In der Aussie Oi, einer leichten Route zu Beginn des Canyons, scheint mir oben nicht alles fest zu sein. Früher bin ich sie gerne geklettert, mittlerweile habe ich sie von meiner Routenliste gestrichen.

Echte Highlights hingegen sind für mich die Cross Over und die Paquita Style – beide 6a.

Tamadaya - Parkplatzsituation und Zustieg

Freie Parkplätze auf dem im Kletterführer angegebenen Parkplatz sind meist ausreichend vorhanden. Wenn alles voll sein sollte, dann nicht die Einfahrten zuparken, sondern etwas die Straße wieder hinunterfahren und auf dem großen Platz parken. Es sind dann fünf bis 10 Minuten mehr Zustieg, aber das ist insgesamt tolerabel. Uns ist das bisher erst einmal passiert, dass das nötig gewesen ist.

Der Zustieg ist geschmeidig und birgt keine Überraschungen.

Tamadaya – Fazit

Der Canyon von Tamadaya ist ein bei Einsteigern beliebtes Gebiet, was häufig dazu führt, dass es dort sehr gesellig zugeht. Gerade am Wochenende, wenn die Einheimischen ebenfalls klettern wollen, kann es hier zum Nummernziehen kommen. Unter der Woche ist es meist entspannter und der Besuch lohnt sich dank des schönen Ambientes und der tollen Routenauswahl allemal.Spanien Teneriffa Klettern Tamadaya Achim sitzend

Klettern auf Teneriffa - Fantasma

Fantasma ist ein weiteres tolles Gebiet, das sich für den Einstieg in das Klettern auf Teneriffa lohnt. Wie fast alle Gebiete auf Teneriffa liegt Fantasma in einer Schlucht und ist auf beiden Seiten bekletterbar.Spanien Teneriffa Klettern Fantasma

Selbst im Winter kann es dir passieren, dass es entweder in der Sonne braten oder im Schatten frieren heißt. Klettern geht aber immer.

Auch der Canyon von Fantasma hat die für die Insel typischen runden Einstiege, die sich aus jahrhundertelangen Wasserläufen durch den Canyon ergeben. Hat Kletterer sich damit arrangiert, dann ist alles prima. Die Stimmung ist großartig dort, fernab von großen Straßen und einfach eine hohe Schlucht.

Einmal haben uns hier Jäger vom Klettern abgehalten. Ihre für die Jagd notwendigen Requisiten waren Argument genug, auch wenn uns die lokalen Kletterer später informierten, dass die Absprachen andere seien.

Seitdem Fantasma im Kletterführer enthalten ist, ist es dort deutlich voller. Auch hier lohnt sich ein Besuch unter der Woche.

Fantasma - Routensituation

Fantasma hat über 60 Routen bis 7b im Angebot, davon knapp die Hälfte bis 6a+. Einige davon sind Tradrouten.

Gleich zu Beginn des Barrancos wird man von mehreren leichten Routen begrüßt. Zwei von ihnen zeichnen sich durch freundliche Kleingriffigkeit aus, entbehren dafür nach dem Einstieg die runden Strukturen.Spanien Teneriffa Fantasma Maike Brixendorf KletternAm Ende der Schlucht, nachdem zwei Wasserlöcher mit Hilfe von an der Wand befestigten Seilen überquert wurden, finden sich noch vier leichtere Routen im Bereich 5b/5c. Sie stechen nicht heraus, können aber als Tagesabschluss gut mitgemacht werden. Dank des Taubenkots auf Höhe der Füße ist das Queren über den Wasserlauf bereits ein kleines Abenteuer für sich. Spanien Teneriffa Klettern Fantasma Maike VorstiegMit der Piedra bermeja gibt es auch hier eine Route, die es sowohl auf meine persönliche Top 10-Liste als auch zu einem individuellen Beitrag geschafft hat.

Fantasma - Parkplatzsituation und Zustieg

Es ist möglich, oben an der Straße oder etwas den Feldweg hinunter zu parken. Diese Zufahrt ist nicht immer in gutem Zustand. Mittlerweile parken wir immer oben und schauen gar nicht erst. Es sind dann rund 200 Meter mehr und es bleibt nach wie vor ein kurzer Zustieg. Durch diese Zweiteilung sind ausreichend Parkplätze vorhanden.

Der Zustieg ist eine kurze gemütliche Wanderung und bringt keine Überraschungen mitsich.

Fantasma – Fazit

Ein schönes Gebiet, dessen Besuch sich unbedingt lohnt. Leider hat sich das herumgesprochen, so dass man mittlerweile selten allein ist. Aber trotzdem, die Auswahl ist groß und es findet sich immer etwas.

Klettern auf Teneriffa - Planeta Zarza

Planeta Zarza ist ein imposanter Barranco, der schöne Kletterei bietet und eigentlich muss man schon wegen der schönen Sektorennamen wie Pluton, Meteorito und Jupiter dahin. Das bezaubernde Ambiente tut sein übriges.Spanien Teneriffa Klettern Planeta Zarza Achim und AmbienteVor einigen Jahren waren wir dort klettern. Es war zwar schön, doch auch eher schwer oder besser gesagt, die Auswahl an für uns kletterbarer Routen einfach zu gering. Wir ließen Planeta Zarza danach einige Jahre links liegen.

Im letzten Kletterurlaub trafen wir in La Martela deutsche Kletterer, die uns von Planeta Zarza vorschwärmten. Da wir sehen konnten, dass wir im ähnlichen Kletterniveau unterwegs sind, gaben wir Planeta Zarza eine zweite Chance und wurden nicht enttäuscht.

Planeta Zarza - Routensituation

Die Auswahl bis 6a+ ist überschaubar, doch trotzdem ist dieses Gebiet einen Besuch wert. 12 der insgesamt 40 Routen bis 7c sind in diesem Bereich, davon allerdings drei Tradrouten.

Hingegen ist laut Kletterführer die Fantasy (Nummer 25) eine Trad 6b, doch mittlerweile ist sie eingebohrt und laut thecrag ein 5a/b. Wir sind sie geklettert und bestätigen die Bewertung.Spanien Teneriffa Klettern Planeta Zarza chalk lessEs finden sich Routen auf beiden Seiten des Barrancos. Damit ist es immer möglich, entweder in der Sonne oder im Schatten zu klettern.

Planeta Zarza - Parkplatzsituation und Zustieg

Der Parkstreifen am Straßenrand bietet Platz für mehrere Autos. Der Zustieg ist leicht zu finden und an der etwas steileren Stelle ist ein Fixseil angebracht. Ich fand den felsigen Untergrund an der Stelle dankbar. Vermutlich ist es nicht so angenehm, den Zustieg bei Nässe zu machen, aber wer will schon an nassem Fels klettern?

Planeta Zarza – Fazit

Planeta Zarza werden wir sicherlich beim nächsten Teneriffa-Kletterurlaub wieder einen Besuch abstatten. Da an beiden Seiten geklettert wird, kann nach Bedarf zwischen Sonne und Schatten gewechselt werden.

Es bleibt trotzdem eines der schwereren Gebiete, wenn man im Bereich bis 6a+ unterwegs ist. Doch ein Besuch lohnt sich unbedingt.

Klettern auf Teneriffa - La Martela

Als wir das erste Mal in La Martela zum Klettern waren, da gab es die aktuelle Auflage vom Kletterführer noch nicht. Wir hatten eine rudimentäre Zeichnung vom Zustieg und eine Routenliste bekommen.

Die Routenliste zeichnete sich dadurch aus, dass angezeigt war, welche Routen rechts und welche links des schmalen Barrancos sind und wenn es eine Sportkletterroute ist, wie viele Haken sie hat. Wir fanden uns ein bisschen zurecht, doch der neue Kletterführer ist eine große Hilfe.Spanien Teneriffa La MartelaAuf dem Papier sieht La Martela für Kletterer der gemäßigten Grade ganz charmant aus, doch der Teufel steckt im Detail, wie ich im Falle von La Martela finde.

La Martela - Routensituation

Laut Kletterführer gibt es 22 Routen bis 6a+, davon sind sieben clean.

Die ersten vier liegen im Sektor Arriba, der nicht wie im Kletterführer angezeigt weiter oben im Barranco liegt, sondern vielmehr oberhalb. Beim Zustieg nicht nach unten absteigen sondern immer wieder nach rechts oben schauen, da findet sich der Block mit den Routen.

Ich kann leider nicht empfehlen, diese Routen zu klettern. In diesem Bereich ist sehr viel loses Gestein. Das macht eine 4c einfach viel schwerer, wenn die ganzen schönen Griffe und Tritte nicht verwendet werden können. Ich finde es charmanter, wenn ich ihnen vertrauen kann.

Außerdem wurden teilweise Gerüstösen als Haken verwendet und da muss jeder für sich entscheiden, wie vertrauenserweckend er das findet. Die Umlenker sind nicht immer ganz ideal gesetzt, entweder ist einer der Haken an die dünnste Stelle gesetzt oder in einem anderen Fall schaut einer der Haken einen Zentimeter heraus.

An der Los 3P, laut Kletterführer eine 5b, ist unten 6a+ drangeschrieben, was vermutlich eher der Realität entspricht. Dazu kommt, dass die Umlenkersituation mir nicht gefiel.

Die erste Route im Sektor Izquierda, dem Hauptsektor unten im Barranco, soll eine 4b sein. Wir und andere deutsche Kletterer teilen diesen Bewertungsvorschlag nicht. Es wird deutlich leichter, wenn man über ordentlich Reichweite verfügt, doch ist das nicht ausreichend. Eine schöne Route, das steht außer Frage, doch einfach etwas schwerer.

Die Routen Nummer 6 und 7 teilen sich einen Umlenker und die Nummer 7 zeichnet sich wieder dadurch aus, dass viel loses Geröll in der Route ist. Bei den letzten Zügen zum Umlenker ist ebenfalls aus den gleichen Gründen Aufmerksamkeit gefragt.Spanien Teneriffa Klettern La Martela Maike

Auch die Platzierung des Umlenkers sieht nicht ideal aus. Wir sind beim letzten Mal die Route 6 bis zum letzten Haken geklettert und haben dort einen Opferkarabiner hinterlassen, da es eine Öse als Haken ist und damit zum Abseilen nur bedingt geeignet ist.

Auch der Route 12, die das Abseilen/Umlenken an einer Pinie mit sich bringt, haben wir beim letzten Besuch einen Opferkarabiner gegönnt, da der vorhandene Karabiner schon deutliche Gebrauchsspuren aufwies.

Zu den hinteren Routen kann ich nichts sagen. Dafür muss ein Absatz überwunden werden und mir erschließt sich von oben schauend nicht, wie man anschließend wieder hochkommt. Das Risiko wollten wir nicht eingehen. Mittlerweile war ich schon mehrmals dort, doch konnte ich noch nie jemanden in diesem Bereich beim Klettern bewundern.

Trotzdem finden sich beispielsweise mit der Oposicion a canarion (5c) und der Mendey de Chasna (5c) echte Perlen, die die Anreise lohnen.

La Martela - Parkplatzsituation und Zustieg

Es kann nie so richtig voll werden, da die Parkplatzsituation überschaubar ist. Doch bisher mussten wir noch nie umgedrehen. Wichtig ist es, einfach fair für die später kommenden Kletterer zu parken. Wer mutig ist, kann auch etwas weiter die Straße hoch am rechten Straßenrand parken.

Beim Zustieg muss man schneller nach rechts als erwartet. In der Regel finden sich dort Steinmännchen. Wer sich den oberen Sektor anschauen will, muss nicht in den Barranco absteigen, sondern vielmehr vom Weg etwas hochsteigen.

Die letzten Meter des Abstiegs sind steil und die Hände kommen zum Einsatz, doch ist das gut zu machen. Auch die Rückkehr ist unproblematisch, erfordert nur wieder den Einsatz der Hände.

Wer vom oberen Sektor kommt oder den Abzweiger in den Barranco verpasst, landet früher oder später im Barranco und kann diesen zum unteren Sektor folgen. Dort muss an einer Stelle ein etwa drei Meter hoher Absatz überwunden werden. Das ist aber kein Problem, denn es ist ein Abseilhaken vorhanden.

Die Rückkehr zum Auto kann dann über den oben beschriebenen Weg erfolgen, das heißt, das Seil muss dort auch nicht hängen gelassen werden.

La Martela – Fazit

Man kann dort einen schönen Klettertag verbringen, doch ist es nicht meine erste Wahl. La Martela bietet sich vor allem an sehr heißen Tagen an, da es auf über 1.000 Meter Höhe liegt und dadurch automatisch immer etwas kühler ist.

Klettern auf Teneriffa - Canada del Capricho

Auch das ist Klettern auf Teneriffa – allein die Ausblicke bei der Anfahrt ist den ganzen Stress der langen Fahrtzeit wert. Erst geht es immer durch liebliche Waldlandschaften bergan und dann fühlt es sich an, als würde man auf dem Mond landen.

Die Canadas sind am Fuße des Teides und auf 2.000 Metern Höhe. Empfindliche Menschen werden das an der dünnen Luft merken.

Hier gilt, frühes Kommen sichert gute Plätze – zumindest was das Parken angeht. Parkplätze sind zwar zahlreich vorhanden, doch nicht unbegrenzt und da jeder Teneriffa-Besucher mit Mietwagen oder Reisegruppe hier vorbeikommt, gilt first come – first serve. Die meisten sind Wanderer und bleiben auf der gegenüberliegenden Seite, so ist es beim Klettern in den Canadas angenehm ruhig.Spanien Teneriffa Klettern Canada Maike vor TeideDie Atmosphäre unterscheidet sich von allen anderen Klettergebieten auf Teneriffa und ist ein absolutes Highlight in Ambiente und Ausblick. Allerdings kann einem die Höhe, beim Klettern zu schaffen machen.

Canada del Capricho - Routensituation

Es finden sich viele schwere Routen. Die Auswahl der Routen bis 6a+ ist überschaubar und viele von denen sind cleane Routen. Trotzdem können Kletterer bis 6a+ hier einen schönen und ausgefüllten Klettertag verbringen.

In den Canadas ist das Ambiente so großartig, dass wir bereits mehrmals unser Fluggepäck um Keile bereichert haben, um hier mehr Kletter-Auswahl zu haben.

Auch mit Kletterführer ist es vor Ort etwas unübersichtlich, doch hat man sich einmal zurechtgefunden, wird die Struktur klar.

Ein Highlight ist Bobo, die wohl am meisten fotografierteste Route auf Teneriffa – sie hat es gar auf das Cover meines Buches geschafft.

  • Bobo – 6a – einfach ignorieren, dass beim Klippen des 1. Hakens ein möglicher 15 m Sturz inklusive ist und den Blick auf den Teide genießen, nach dem Einstiegsüberhang wird es nicht leichterSpanien Teneriffa Maike Brixendorf Klettern Bobo Teide

Canada del Capricho - Parkplatzsituation und Zustieg

Es gibt wirklich viele Parkplätze, aber auch viele Menschen, die das großartige Ambiente genießen wollen. Bisher hat es immer geklappt, da auch viel Bewegung ist. Nicht alle wollen den ganzen Tag dort oben verbringen.

Der Zustieg ist eine leichte Wanderung und im Klettergebiet muss man sich entscheiden, ob man die ausgetretene Pfade nutzt oder kletternd Abkürzungen findet. Auf jeden Fall ist Staunen vorprogrammiert, denn die Strukturen zeigen immer wieder neue Gesichter.

Canada del Capricho - Fazit

Es ist von der Küste eine lange Anfahrt, die sich lohnt. Wem das Ganze zu unübersichtlich ist, der sollte trotzdem überlegen, an einem Pausentag hier Wandern zu gehen. Auch das empfiehlt sich.

Klettern auf Teneriffa - Las Barbas de San Pedro

Lovely, das ist das erste Wort, was mit zu Las Barbas de San Pedro einfällt. Hier fühlte ich mich sogleich an den heimatlichen Ith erinnert.Spanien Teneriffa Klettern Las Barbas de san Pedro AchimOk, es sind Pinien und keine Buchen, doch die Felsen liegen wunderbar chillig im Wald und es gibt mal wieder etwas höhere Wände.

Las Barbas de San Pedro - Routensituation

Laut Kletterführer gibt es über 20 Routen im Bereich bis 6a+, davon allerdings einige Tradrouten. Sie verteilen sich auf zwei Sektoren, die sich gegenüberliegen, aber einige Minuten Gehzeit und Höhenmeter voneinander getrennt liegen.

Dafür kann man sich entscheiden, ob man in der Sonne oder im Schatten klettert. Wir waren nur in dem Sektor, der zuerst erreicht wird. Hier werden uns Kletteren einige schöne und vor allem lange, gut abgesicherte Routen angeboten.

Mittlerweile gibt es rechts von der Placa if, die Nummer 13 im Kletterführer, eine neue Sportkletterroute, die ebenfalls im Bereich 6a/6a+ liegt und sehr lohnenswert ist. Und die Placa if, 6a+, hat es übrigens auf unsere persönliche Top 10 der schönsten Sportkletterrouten geschafft.

Las Barbas de San Pedro - Parkplatzsituation und Zustieg

Spanien Teneriffa Klettern Las Barbas de San Pedro ZustiegDas ewige Dilemma auf Teneriffa sind die Zufahrtsstraßen, doch interessanterweise lohnt es sich immer wieder, zu schauen, ob sich etwas geändert hat.

Der letzte Kilometer zum Parkplatz hatte sich seit unserem letzten Besuch nicht geändert, doch dieses Mal waren wir wild entschlossen, hier zu klettern. Waren wir beim letzten Mal noch genervt wieder abgezogen, parkten wir dieses Mal am Abzweiger.

Rund 10 bis 15 Minuten später kamen wir beim „offiziellen“ Parkplatz an und bereuten unsere Entscheidung nicht. Der Weg war bis dahin ein (schlechter) Feldweg ist und damit im Prinzip eine leichte Wanderung. Ab dort wurde das Ambiente zusehends lieblicher und am Felsfuß stehend fällt einem einfach nur “lovely” ein.

Las Barbas de San Pedro - Fazit

Ich freue mich darauf, beim nächsten Mal auch den anderen Sektor kennenzulernen.

Grundsätzlich gilt für das Klettern in Las Barbas de San Pedro:  einfach ein wenig Zeit für den Zustieg einplanen, dann wirst du belohnt.

Klettern auf Teneriffa - Callao

Wer wie ich aus Norddeutschland kommt, ist den regelmäßigen Blick auf die Wetterapp gewohnt. Dementsprechend ließen wir uns im November nicht sofort entmutigen, als wir auf den Balkon unserer Ferienwohnung traten und von Regen begrüßt wurden. Erst einmal in Ruhe frühstücken und dann den Tag planen.

Achim, der Wetterfrosch in unser Seilschaft/Familie, schaute in die Wetterapp und erkannte schnell, dass es heute in all unseren Lieblingsgebieten regnen würde. Allerdings sah er auch, dass das Wetter weiter im Westen viel freundlicher daherkam. Vor allem sollte es dort den ganzen Tag NICHT regnen.Spanien Teneriffa Klettern Callao Achim BrixendorfWir erinnerten uns an unseren Ausflug nach Callao sieben Jahre zuvor und entschieden, bevor wir nicht klettern können, geben wir dem Klettern in Callao noch eine zweite Chance.

Callao - Topo

Callao ist nicht im Kletterführer enthalten, doch gibt es Alternativen, um nicht planlos am Fels herumzulaufen.

Es stehen zwei Topos zur Verfügung. Die Zeitschrift Klettern hat auf ihrer Website ein Topo im Angebot. Auf thecrag findet sich ein weiteres Topo. Beides sind Foto-Topos und bei letzterem finden sich mehr Routen.

Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, beide dabei zu haben.

Callao - Routensituation

Grundsätzlich reicht ein kurzes Seil. Es gibt Menschen, die sprechen bei Callao von betreutem Bouldern. Ich finde, ein bisschen länger sind die Routen schon. Doch von der Idee her bevorzuge ich es auch, wenn die Routen mehr Klettermeter anbieten.

In Callao wird an kurzen, entweder gut oder gar nicht gesicherten Routen im Schatten (linkter Teil bzw. shady side) oder in der Sonne (rechter Teil bzw. sunny side) geklettert. Viele von ihnen erfüllen das Kriterium, das der Schwierigkeitsgrad maximal 6a+ beträgt.

Callao - Parkplatzsituation und Zustieg

Die meisten von uns kommen von der Autobahn und fahren damit zuerst an dem Abzweiger vorbei, um später zu drehen. Einfach die durchgezogene Linie zu überfahren, um sich den U-Turn am nächsten Kreisel zu sparen ist natürlich keine Empfehlung.

Parkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden und nach einem kaum erwähnenswerten Zustieg, der mit einem gut machbaren Abstieg endet, steht man vor den ersten Routen.

Callao - Fazit

Der Charmefaktor ist geringer als in den meisten anderen vorgestellten Gebieten, aber immerhin gibt es hier seitlichen Meerblick.Spanien Teneriffa Callao die SchluchtKlettern in Callao ist eine zufriedenstellende Alternative, wenn es überall anders regnet und ein Pausentag keine Option ist. Und wer will sich schon an einem regnerischen Pausentag an den Strand legen?

Auf der Plusseite hingegen steht, dass es in Callao zum Klettern wohl selten überlaufen ist.

Klettern auf Teneriffa - Guasiegre Medio

Guasiegre Medio ist ein neues Klettergebiet, das auch noch nicht im Kletterführer enthalten ist. Hier erwarten dich lange Routen in einem Barranco. Klettern mit Helm ist hier empfohlen, denn es ist noch nicht so gut abgeklettert, das heißt, es fliegt noch viel loses Zeug herum.

Guasiegre Medio - Topo

Ein Topo für Guasiegre Medio findet sich auf der Website des Tenerife Climbing Books.

Guasiegre Medio - Routensituation

Es finden sich viele lange, gut abgesicherte Routen und einige davon sind im Bereich bis 6a+. Für einen schönen Klettertag ist die Auswahl an geeeignten Routen ausreichend. Hierfür lohnt es sich, das 70-Meter-Seil ins Gepäck zu werfen.Spanien Teneriffa Klettern Guasiegre Medio Maike BrixendorfDie leichteste Route ist die Adventure Airline, eine 5a, die einen schönen Einstieg in das Klettern dort ist.

Guasiegre Medio - Parkplatzsituation und Zustieg

Spanien Teneriffa Guasiegre Medio RundumblickAuf dem Topo wird der Zustieg von Süden her beschrieben. Wir haben versucht, die angegebene Zufahrt zu nehmen und haben uns aufgrund des Zustands der Straße dagegen entschieden. Uns wurde dann auch zu Fuß nicht so recht klar, wo der Zustieg startet.

Thecrag gibt einen Parkplatz an der Hauptstraße an. Hier findet sich Platz für maximal zwei Autos, wenn beide fair parken. Der Startpunkt ist dann klar, aber wir haben eine ganze Weile gesucht, bis wir den richtigen Abstieg in den Barranco gefunden haben. Aber es war machbar.

Der erste Teil vom Weg ist eine leichte Wanderung und dann muss man sich über eine Wasserleitung nach unten in den Barranco vorarbeiten. Im Prinzip läuft man über den Routen an allen vorbei, steigt dann ab und geht wieder zurück. Rund 25 Minuten sollten hierfür entspannt eingeplant werden.

Wir haben andere getroffen, die von unten gekommen sind und das unproblematisch fanden. Allerdings erzählten sie auch, einer ist vorweg gelaufen und hat all die losen Steine aus dem Weg geräumt, damit das Auto weiterfahren kann …

Guasiegre Medio - Fazit

Hat man den etwas längeren und unübersichtlichen Zustieg hinter sich gebracht, erwarten einen wunderschöne und lange Routen. Es lohnt sich.

Ich weiß nicht, ab wann (oder ob immer) die Routen im Schatten liegen, doch wir sind nur im Schatten geklettert. Von daher war es auch unproblematisch den Helm aufzusetzen. Gerade wenn noch andere am Klettern sind, finde ich es sehr sinnvoll, denn es ist nicht alles fest.

Der Charmefaktor ist im mittleren Bereich, aber das Klettern ist toll und das gleicht alles andere aus. Andere Gebiete liegen in Barrancos mit einem vergleichsweise ebenen Boden, der durch Felsblöcke aufgelockert wird.

In Guasiegre Medio ist der Einstieg häufiger in abfallendem Gelände. Sichern ist trotzdem gut möglich, aber nicht sehr komfortabel.

Für das Klettern schöner Routen auf Teneriffa ist Guasiegre Medio eine schöne Erweiterung des Kletterportfolios. Gerade die langen Routen sind etwas Besonderes. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch.

Klettern auf Teneriffa - El Poris

Spanien Teneriffa Klettern El Poris Maike und AmbienteEl Poris ist bei Boulderern bekannt, doch wenn man einfach den Barranco etwas weiter folgt, dann sieht man erst rechts und später auch links Haken in der Wand blitzen.

Ok, es ist wieder so etwas betreutes Bouldern, aber es sind schöne Routen zu finden. Und in El Poris ist oft Klettern möglich, wenn das Wetter in den bekannten Klettergebieten nicht mitspielt. El Poris  liegt weiter im Süden, dichter an der Küste und bekommt weniger Regenwolken ab.

Mittlerweile hat sich das herumgesprochen, so dass du hier eigentlich nie allein bist.

Der Barranco ist recht breit und eben, was Menschen mit Kindern ebenfalls zu schätzen wissen.

El Poris - Topo

Auch hier waren wir das erste Mal mit handgezeichneten Informationen, doch mittlerweile finden sich Foto-Topos auf thecrag.

El Poris - Routensituation

Zahlreiche kurze, knackige Routen zieren beide Seiten des Barrancos, davon viele Sportkletterrouten. Einige davon sind im Bereich bis 6a+, so dass für einen Tag genug zum Klettern da ist.

Trotz der Kürze schaffen es einige Routen sehr vielfältig zu sein. Es gibt Platten und Verschneidungen, manchmal muss man hoch antreten oder einfach gut festhalten. Sie machen es einem leicht, ihnen zu verzeihen, dass sie nicht weiter gewachsen sind.

Beim Klettern der hinteren Routen sollte man nicht erschrecken, da kommen wir Kletterer den Windmühlen sehr nah und sie kündigen das mit einem lauten wusch-wusch-wusch an. Dafür sind sie etwas länger als die vorderen Routen.

El Poris - Parkplatzsituation und Zustieg

Parkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.

Danach einfach durch den Boulderbereich gehen, eine kleine Felsstufe bezwingen und weiterlaufen bis die ersten Haken auftauchen.

Wer sich die Felsstufe sparen will, der hält sich vom Parkplatz etwas rechts, quert durch den alten Flußlauf und kommt dann ebenfalls im Barranco an.

El Poris - Fazit

Das Ambiente ist wieder so mittelprächtig, aber das Klettern steht im Vordergrund. Wer kurze Routen mag oder den Klettertag mit Bouldern kombinieren will, ist hier sicherlich an der richtigen Stelle.

Und das wichtigste, hier kann – wie in Callao – das Wetter einfach anders sein als in den höheren Lagen.

Schönste Routen bis 6a+ auf Teneriffa - fehlt etwas?

Du fragst dich, warum hier die großen Klettergebiete Arico und El Rio fehlen

In beiden bin ich geklettert, doch richtig warm geworden bin ich mit den Gebieten nicht. Die Routen bis 6a+ sind nicht sonderlich zahlreich, dafür gut geputzt. Man könnte auch sagen, auf Hochglanz poliert.

Es sind die alten Klettergebiete, mit denen Teneriffa bekannt geworden ist – in einer Zeit als Klettern auf Teneriffa vorrangig Schwerkletterer angezogen hat. Vom Ambiente sind beides tolle Gebiete und wer schwer klettern will kommt hier sicherlich auf seine Kosten.

Weitere Gebiete, die von der Papierlage interessant sind, aber sich mir nicht wirklich erschlossen haben sind:

Klettern - El Hoyo

Das Klettergebiet El Hoyo liegt in einem Kessel. Man kann hinein abseilen oder eine Art Klettersteig nutzen, den man auch zum wieder herauskommen nutzt.

Wichtig: Menschen, die kleiner sind als 1,65 Meter haben es eventuell schwer, den Einstieg des Klettersteigs zu meistern. Also am Ende des Klettertages, wenn es wieder zurück Richtung Auto gehen soll.

Insgesamt eher schwer, eher speckig und eher alte Haken.

Sowohl die für uns unattraktive Routenauswahl als auch die unbefriedigende Zustiegssituation (der Klettersteig ist für Große deutlich einfacher) haben uns ein x in den Kletterführer setzen lassen. Wir stehen euch nicht im Weg herum, wenn ihr dort klettern wollt.

Klettern - Fasnia

Noch ein typischer Barranco, indem Einsamkeit großgeschrieben wird. Hier finden sich Routen bis 7b und einige gut gesicherte leichtere.

Es ist schon einige Jahre her, dass wir in Fasnia waren. In meiner Erinnerung war es eher etwas speckig und der Barranco wurde von einigen Menschen zur Entsorgung ihrer übriggebliebenen weißen Ware verwendet.

Beim letzten Kletterurlaub auf Teneriffa schwärmten uns die gleichen deutschen Kletterer, die uns Planeta Zarza ans Herz gelegt hatten, auch von Fasnia vor. Es sei dort mittlerweile viel aufgeräumter.

Nachdem uns Planeta Zarza so gut gefallen hatten, dachten wir, dann nehmen wir den Tipp mit Fasnia ebenfalls ernst.

Bei der Anfahrt entschieden wir uns, die Zufahrtsstraße nicht zu nehmen. Sie war in keinem Zustand, den wir als Mietwagengeeignet bezeichnen würden. Auch mit unserem Auto wollte ich dort nicht langfahren, aber da sind die Geschmäcker und Toleranzen sehr unterschiedlich. Doch im Endeffekt sind es maximal 10 Minuten weiter laufen und da der Parkplatz eigentlich direkt bei den Routen ist …

Auf dem Weg summte es auf einmal recht wild um uns herum. Schon bald sahen wir die Bienenkästen und den dazu gehörigen Imker im Schutzanzug. Die Bienen machten einen recht aggressiven Eindruck, was insbesondere Achim, der Imker in unserer Familie, verwunderte.

Wir liefen weiter in Richtung Felsen und konnten sehen, dass es tatsächlich deutlich gepflegter aussah.

Die aggressiven Bienen waren überall und wir waren so sehr damit beschäftig, nicht gestochen zu werden, dass wir von einem Kletterversuch Abstand nahmen.

Soll heißen, wir traten den strategischen Rückzug an und ich kann nicht wirklich etwas zur Kletterei in Fasnia sagen. Wir würden dem Ganzen aber beim nächsten Teneriffa-Kletterurlaub durchaus noch einmal eine Chance geben.

Klettern - La Fuente

La Fuente ist ebenfalls ein Klettergebiet, das nach Papierlage ganz interessant aussieht. Im Kletterführer wird schon auf das lose Gestein im Zustieg verwiesen und genau das ist auch das, was uns abgehalten hat.

Es war ein sehr windiger Tag und wir dachten, in La Fuente müssten wir windgeschützt sein.

Dort angekommen geht es recht entspannt runter ins alte Flussbett, den Abzweiger hoch zu den Felsen zu finden, ist nicht so leicht. Wenn man links oben Routen erkennt, dann muss gut Ausschau gehalten werden. Vielleicht ist man so rund 40 Meter unterhalb der Felsen und muss sich auf losem Gestein zwischen stacheligen Kakteen relativ steil emporarbeiten.

Hochmotiviert gingen wir das Meter für Meter an, immer wieder rutschten wir weg, aber ließen uns davon nicht erschüttern. Doch nahm dann der Wind immer mehr zu, bis wir die Entscheidung trafen, den strategischen Rückzug anzutreten.

Auf losem Gestein herunterrutschen ist ebenfalls kein Spaß. Wir haben La Fuente von unserer Auswahlliste gestrichen, aber ich kann nicht sagen, ob das Klettern dort lohnenswert ist.

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