Sehnsuchtsziele beim Klettern

Sehnsuchtsziele beim Klettern – es gibt Kletterer, die haben das ganze Bücherregal voller Kletterführer mit Markern an IHREN Routen. Routen, die sie unbedingt klettern wollen. Das habe ich nicht. Also, das Bücherregal voller Kletterführer gibt es, aber keine offene Tick-Liste. Wobei ich letztes Weihnachten von Achim Routen „geschenkt“ bekommen habe.

Routen als Geschenk? Ja! Nach unserem Einstieg in das Mehrseillängen-Klettern wurden unsere unterschiedlichen Begehrlichkeiten hinsichtlich Schwierigkeitsgrad, Absicherungssituation, Länge der Route und vor allem Länge des Zustiegs deutlich. Zu Weihnachten bekam ich eine schöne Auswahl an Maike-geeigneten Mehrseillängen. Jetzt brauchen wir nur noch die Zeit und Gelegenheit, diese anzugreifen.

Dazu kommt, dass wir über die Jahre immer mal an Felsen vorbei gekommen sind, die einem von uns ein „Ich will da hoch“ entlockt haben. Unsere Mehrseillängenenkarriere begann genau so. Den Rocher St. Julien hatten wir jahrelang von jeder Ferienwohnung in Buis-les-Baronnies genauestens im Blick. Es  war nur eine Frage der Zeit, wann dieses Sehnsuchtsziel fällig ist. Doch das ist alles Geschichte.

Sehnsuchtsziele beim Klettern - ich will da hoch

Dieses „Ich will da hoch“ ist meist der Anfang einer Klettertour, die ihre Zeit braucht. Der direkte Einstieg ist aus irgendwelchen Gründen nicht möglich. Doch diese besondere Routen, die – noch – zu schwer sind oder andere Unwegbarkeiten mit sich bringen, sind aus irgendeinem Grund besonders reizvoll. Sie werden zu Kletter-Sehnsuchtszielen. Dann geht es lost: Der Kletterführer wird gewälzt, das Internet befragt und mit anderen Kletteren gesprochen.

Dabei kribbelt es in den Fingern, das Kletterzeug will gepackt werden und es soll einfach losgehen. Aber irgendwas ist, irgendwas hält zurück und lässt trotzdem die Sehnsucht wachsen. Manche Routen brauchen ihre Zeit bis sie reif sind.

Hier findet ihr die Sehnsuchtsziele beim Klettern, die mein Herz höher schlagen lassen und deren Zeit bereits gekommen ist.